Elektrische Gabel

Selbstdrehende Spaghettigabel: Die elektrische Spaghettigabel

An dieser Stelle sei gesagt: Niemand braucht tatsächlich eine selbstdrehende Spaghettigabel mit elektrischem Motor – aber: Bei solchen kleinen Spielereien geht es nicht um echte Notwendigkeit, sondern um Spaß. Und für mich klingt eine sich um ihre eigene Achse drehende Gabel nach sehr viel Spaß.

Nun habe ich diesen Blog über Besteck, was ein bisschen sonderlich ist und auch bedeutet, dass ich in Bezug auf Bestecke eher ungehalten bin. Urteile deshalb selbst, ob eine motorisierte Gabel Dein Leben wesentlich verbessert. Wenn Du mich fragst: Ja.

Zuerst sehen wir uns mal an, was die Gabel so drauf hat. Danach gibt es noch ein paar Infos zum Thema: Wie isst man Spaghetti eigentlich richtig?

Die elektrische, selbstdrehende Gabel

Im ständigen Bestreben meinen Küchenalltag zu verbessern bin ich auf diese Gabel gestoßen. Das Modell, für das ich mich entschied, wird auf mehreren Online Shops vertrieben.

Wenn Du Dich auch auf die Suche nach einer selbstdrehenden Gabel begibst, dann stellst Du wie ich bestimmt schnell fest; Eigentlich gibt es da bloß eine. Sie wird in verschiedenen Verpackungen, mal mit und mal ohne aufgedrucktem Logo angeboten. Aber der Aufbau, die Farbe und die speziellen Zinken der Gabel sind gleich.

Dieser Umstand machte meine Auswahl einfacher; schließlich scheint es sich in den diversen Online Shops um das Gleiche Modell zu handeln.

Also bestellte ich die Gabel hier* auf Amazon. Dazu sei gesagt, dass die Gabel ohne Batterien geliefert wird. Notwendig sind zwei AAA-Batterien.

Einsetzen der Batterien

Nachdem ich Batterien eingesetzt hatte, konnte der Test losgehen:

Test der selbstdrehenden Gabel

Die Größe der Gabel ist wohl ihr auffälligstes Merkmal. Der rote Schaft, in dem sich Batterien und elektrischer Motor verbergen ist wesentlich umfangreicher, als der einer gewöhnlichen Tafelgabel. Trotzdem fasst sich das Modell gut an und meine Motivation, es in Aktion zu erleben war ungebrochen.

Schalter der Gabel

Seitlich am Schaft befindet sich der Ein- und Ausschalter. Er lässt sich gut erreichen und sollte von mir kaum versehentlich betätigt werden. Dafür spricht auch, dass der Schalter zum Einschalten nach vorne, also in Richtung Teller geschoben werden muss.

Elektrischer Motor

Ist die Gabel eingeschaltet, dann dreht sich der vordere, metallische Teil zusammen mit dem Abschnitt aus rotem Plastik, der ein Spiralmuster aufweist.

Die Drehung läuft einigermaßen flüssig und in einem gemütlichen Tempo. Schneller sollte es auch nicht gehen, denn schließlich will ich damit Nudeln aufrollen, ohne mich mit Napoli Soße zu besprenkeln.

Weil ich ein bisschen neugierig bin, habe ich mir angesehen, wie genau die Übersetzung vom Elektromotor aussieht:

Elektrischer Motor der Gabel

Dabei habe ich eigentlich nichts aufregendes gefunden. Interessant ist allerdings der Mechanismus, der die Welle des Elektromotors bei zu großem Widerstand drehen lässt. Auch hilfreich ist er, wenn die Gabel bei ausgeschaltetem Motor manuell gedreht wird.

Interessant ist dieser Mechanismus, weil ich ihn bei einem solch günstig hergestellten Produkt nicht erwartet hatte. Nur funktionierte er bei meiner Gabel nicht wirklich gut. Das wiederum passt zu diesem billigen Plastikteil.

Gabelzinken

Die Zinken dieser Gabel weisen eine kleine Besonderheit auf. Die äußeren beiden besitzen eine kleine Verdickung an der Spitze. Die Gabel ist schließlich speziell für den Verzehr von Spaghetti hergestellt worden; Da liegt es nahe, auch die Zinken darauf zu optimieren.

Gabelzinken in Nahaufnahme

Die Verdickung hält bereits aufgenommene Spaghetti davon ab, wieder von den Zinken zu rutschen.

Reinigung

Der sich drehenden Teil der Gabel kann abgenommen werden. Ich würde empfehlen ihn per Hand zu spülen. Achte unbedingt darauf, ihn erst wieder aufzusetzen, wenn er vollständig getrocknet ist.

Einzelteile

Der Rest der Gabel sollte um jeden Preis trocken gehalten werden. Darin befinden sich immerhin der Motor und die Batterien. Wie ich nach dem Lösen von vier Schrauben sehen konnte, ist der Innenraum dieser elektrischen Gabel kaum abgedichtet. Daher solltest Du auch beim Essen darauf achten, dass die Gabel die Speisen nur mit dem vorderen Teil aus Metall berührt.

Spaghetti richtig essen: Löffel oder kein Löffel?

Bevor wir uns mit den Freuden der automatisierten Gabel beschäftigen, sehen wir uns mal an, wie man diese dünnen langen Nudeln stilsicher verspeist.

Mit der Gabel aufgerollte Spaghetti

Gabel, Löffel oder beide?

In den meisten deutschen Restaurants wird rechts neben dem Teller voller Spaghetti eine Gabel und links vom Teller ein Löffel gelegt. Nun kannst Du Dich als echten Könner präsentieren, wenn Du den Löffel einfach liegen lässt und nur die Gabel verwendest. Denn die Italiener würde auch bloß die Gabel benutzen. Betrachte den Löffel als Instrument für den Notfall, wenn sich die Nudeln mit der Gabel allein nicht bändigen lassen.

Damit hat sich auch die leidige Diskussion darüber erledigt, ob die mit Gabel und Löffel aufgerollten Spaghetti nun mit der Gabel oder dem Löffel zum Mund geführt werden sollten. Denn der Beste Weg besteht darin, gänzlich auf den Löffel zu verzichten.

Falls Du mehr darüber lernen möchtest, wie Du Essbestecke richtig hältst, dann kann ich Dir den Beitrag über die korrekte Handhabe von Messer und Gabel wärmstens empfehlen.

Die beste Gabel-Technik

Angenommen Du hast Dich für den gewagten, aber prestigeträchtigsten Weg entschieden, Deine Spaghetti zu verspeisen: Nur mithilfe der Gabel. Wie genau stellst Du das am besten an?

Dabei sind folgende Punkte hilfreich:

  • arbeite Dich von außen nach Innen
  • weniger ist mehr: überlade die Gabelzinken nicht zu sehr
  • Rechtshänder halten die Gabel in der rechten Hand und drehen sie im Uhrzeigersinn
  • Linkshänder halten sie in der linken und drehen sie entgegen dem Uhrzeigersinn

Sich von außen nach innen zu arbeiten ist deshalb sinnhaft, weil am Fuß des Spaghettiberges weniger Nudeln liegen und es einfacher ist, den nächsten Punkt (weniger ist mehr) umzusetzen. Denn mit jeder Drehung wird die Gabel voller und Du musst alle Spaghetti, die Du anfangs erwischt hast, vollständig aufrollen. Das läppert sich.

Als Todsünde gilt es übrigens, die Nudeln mit einem Messer zu zerteilen.

Die Drehrichtung der Gabel erscheint im ersten Moment sinnlos, daher exerzieren wir das am Beispiel eines Rechtshänders kurz durch:

Drehst Du die Gabel mit der rechten Hand im Uhrzeigersinn, dann hängen zum Schluss die losen Enden der Nudeln auf der Seite der Gabel herunter, die Dir und Deine Mund am nächsten sind. Das macht es einfacher sie in Deinen Mund zu bugsieren.

18. Februar 2018

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