Frühstückstablett auf Bett

Betttablett & Frühstückstablett: Holz, Metall oder Plastik?

Kaum etwas ist schöner als Frühstück im Bett. Und genau dafür gibt es Betttabletts!

Damit nichts auf der Bettdecke landet oder sich Krümel auf der Matratze sammeln, greifen viele zu Frühstückstabletts, die einen speziellen Unterbau besitzen. Zumeist handelt es sich dabei um ausklappbare Beine.

Wenn Du also im Bett liegst, kannst Du ein solches Tablett ausklappen und je ein Bein links und rechts von Dir platzieren. Dann hast Du Deine kleine private Frühstückstafel vor Dir und kannst bequem und genüsslich in den Tag starten.

Bei den Betttabletts gib es allerdings einige Unterschiede. Die wichtigsten beziehen sich auf den Unterbau und wie oder ob er ausgeklappt wird. Das Material ist auch nicht ganz unwichtig. Das hängt jedoch davon ab, wie und für was genau Du das Tablett nutzen möchtest.

In diesem Artikel sehen wir uns die verschiedenen Mechanismen der Betttabletts an und vergleichen die verbreitetsten Materialien. Dazu sehen wir uns exemplarisch ein paar prägnante Designs an.

Am Ende solltest Du einen guten Überblick darüber haben, welches Modell am besten zu Dir passt :)

Verschiedene Betttabletts

Das Ziel bei einem Betttablett ist, es mit ins Bett nehmen zu können und es dort sicher abzustellen. Die verbreitetste Konstruktion dafür ist die mit den zwei ausklappbaren Beinen. Die Beine einiger Modelle lassen sich nicht nur ausklappen, sondern sogar noch verlängern*.

Das kann überaus hilfreich sein, wenn Du zum Beispiel im Winter eine dickere Decke verwendest.

Neben ausklappbaren Beinen gibt es noch eine weitere beliebte Art des Betttabletts:

Kissentablett

Das Kissentablett ersetzt den Unterbau mit den Beinen durch ein Kissen. Dabei handelt es sich meist um ein mit Kunststoffschaum, Styroporkugeln oder Körnern gefülltes Kissen. Der Vorteil eines Kissentabletts besteht darin, dass Du Dich nicht mit der Positionierung der ausklappbaren Beinen beschäftigen musst. Stelle das Kissentablett einfach auf Deinen Beinen ab, rücke es kurz hin und her, dann hat sich die Füllung an den Untergrund angepasst und es steht sicher.

Ein Kissentablett hat den Nachteil, dass es direkt auf Deinen Beinen ruht und Dir damit ein wenig mehr Bewegungsfreiheit nimmt. Dazu kommt, dass es meist nicht so hoch steht, wie ein Betttablett mit Beinen. Letzteres ist also oft ein Stück besser zu erreichen und ermöglicht ein komfortableres Speisen im Bett.

Sofatablett

Es ist nicht ganz das gleiche, erfüllt aber einen ähnlichen Zweck: das Sofatablett. Anders als sein Pendant fürs Bett, ruht das Sofatablett auf der Lehne des Sofas. Entweder ist es extra für das entsprechende Sofa gemacht und passt daher optimal zu Breite der Lehne, oder es ist faltbar.

Die faltbaren Sofatabletts bestehen aus mehreren Lamellen, die seitlich miteinander verbunden sind. Dadurch passt es sich der jeweiligen Lehne an.

Je schmäler die Lamellen sind, desto genauer wird es zu unterschiedlichen Lehnen passen.

Der größte Nachteil an den Sofatabletts ist der fehlende Rand. Ohne diese Begrenzung können darauf platzierte Gegenstände leicht mal mit einer unbeabsichtigten Bewegung erwischt werden. Daher würde ich ein solches Sofatablett weniger für das Abstellen von Getränken empfehlen. Prinzipiell ist es aber ein gute Lösung, um zum Beispiel einen leicht erreichbaren Platz für die Fernbedienung oder passendes Dekor zu haben.

Das richtige Material

Tabletts kommen zwangsläufig irgendwann in ihrer Lebensspanne in Kontakt mit Speisen – mal fest, mal flüssig. Die Spuren dieses Kontakts sollten sich am besten restlos entfernen lassen. Bei den allermeisten Tabletts ist das auch der Fall. Jedoch nicht bei allen. Auch bei der Reinigung gibt es einige Dinge zu bedenken, die ebenfalls von Stoff abhängen, aus denen das Produkt gefertigt wurde.

Das wohl verbreitetste Material für Tabletts ist Kunststoff. Also fangen wir damit an:

Plastik

Plastik ist bekanntlich ein langlebiger und robuster Stoff. Wenn Du mal eine Tasse Kaffee oder Tee auf einem Tablett aus Plastik verschüttest, dann lässt sich die Sauerei – zumindest was das Tablett angeht – in aller Regel restlos entfernen.

Die einfache Pflege und Reinigung der Exemplare aus Plastik ist der größte Vorteil dieses Stoffs. Nachteilig an ihm ist die wenig elegante Haptik. Die meisten Tabletts aus Plastik sind nicht sonderlich hochwertig verarbeitet. Dennoch gibt es formschöne Ausnahmen.

Die in meinen Augen eher unschönen, leicht transparenten Tabletts aus Plastik scheinen zum Glück langsam auszusterben. Schöner finde ich da eher Modelle mit leuchtenden Farben oder einem eleganten Weiß, Schwarz oder Grau.

Eine glänzende Oberfläche macht auf den ersten Blick vielleicht einen besseren optischen Eindruck. Jedoch haben matte Farben den nicht zu verkennenden Vorteil, dass zum Beispiel Fingerabdrücke darauf nicht so stark zusehen sind.

Glas

Tabletts aus Glas können sehr hübsch aussehen. Dabei würde ich nicht zu komplett klarem Glas greifen: Darauf werden Staub, Krümel und Fingerabdrücke zu schnell sichtbar. Dagegen sind Modelle mit Frostglasoptik ein netter Blickfang, den auch nicht jeder Zuhause hat.

Reinigen lässt sich die gläserne Oberfläche mit einem feuchten Küchentuch sehr schnell. Je nach Größe könnte es sogar in die Spülmaschine passen. Zuvor würde ich jedoch die Hinweise des Herstellers prüfen, um auszuschließen, dass es im Geschirrspüler Schaden nimmt.

Der Schwachpunkt von Tabletts aus Glas wird offenbar, wenn es das erste (und vermeintlich letzte) Mal fallengelassen wird. Auf Teppichboden kann es den Sturz durchaus überleben, doch bei Fliesenboden stehen die Chancen eher schlecht.

Ebenfalls nachteilig am Glas ist, das daraus zwar herkömmliche Tabletts gefertigt werden, aber ein Betttablett aus Glas habe ich noch nie gesehen. Möglicherweise ist das auch besser so...

Metall

Ein Tablett aus Metall macht schon mehr her. Doch auch bei diesem Stoff gibt es große Unterschiede: Es gibt nämlich recht massive und haptisch anspruchsvolle Varianten auf der einen und blecherne, dünne und wenig robuste auf der anderen Seite. Deshalb ist ein Modell aus Metall nicht zwangsläufig besser als eines aus Holz oder Plastik.

Entscheidend ist die genaue Legierung und die Materialstärke. Letzte sorgt für die Stabilität. Immerhin möchte niemand erleben, wie das sorgsam zubereitete Frühstück aufgrund einer versagenden Tablettkonstruktion auf dem Küchenboden endet.

Zu viel Metall sollte jedoch auch nicht verbaut werden, schließlich wiegt es je nach Legierung relativ viel und wird oft herumgetragen.

In Sachen Reinigung ist Metall häufig pflegeleicht. Ähnlich wie Modelle aus Plastik kannst Du sie meist mit einem feuchten Tuch vollständig sauber bekommen.

Achte vor dem Kauf darauf, ein Tablett aus nicht rostendem Metall zu wählen.

Solltest Du das Problem haben, dass nach dem Abwischen noch Schlieren zusehen sind, dann gibt es auch dafür eine verhältnismäßig einfache Lösung. Solche Schlieren sind insbesondere bei matten Oberflächen aus Metall öfter zu beobachten. Dagegen kann ein Tropfen Essig helfen.

Sollte auch der keine Besserung bringen, dann kannst Du zur Scheuermilch greifen. Das empfehle ich bei glänzenden Tabletts ausdrücklich nicht. Denn die Scheuermilch kann kleine Kratzer auf der Oberfläche hinterlassen. Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob das Tablett Scheuermilch verträgt, könntest Du es auf einer kosmetisch unwichtigen Stelle zuvor testen. Zum Beispiel auf der Unterseite des Tabletts; die sieht man ja ohnehin eher selten.

Betttabletts aus Holz

Holz ist bei den Tabletts mein favorisiertes Material. Es ist vielfältig, wirkt organisch und freundlich, kann aber auch mit einem gelungenen Anstrich in einheitlicher Farbe strahlen.

Haptisch fühlt es sich vielleicht nicht so massiv an wie Varianten aus Metall, doch Holz hat einen erheblichen Vorteil: Es ist leicht und gleichzeitig stabil. Und damit erfüllt es genau die Anforderungen, die die meisten an ein Tablett stellen. Das geringe Gewicht der Holztabletts ist beim Kauf wahrscheinlich nicht ausschlaggebend. Trotzdem finde ich, dass das Gewicht ein bedeutendes Kriterium ist: Wenn schon das Leergewicht erheblich ist, dann wird es mit einer Kanne Kaffee oder Tee sicherlich nicht besser.

Es wird oft unterschätzt, wie viel ein sonntägliches Frühstück wiegen kann, wenn Teller, Besteck und Gläser mitgerechnet werden. Darum ist ein leichtes Tablett immer wünschenswert.

In meinen Augen ist Holz für Tabletts das klar überlegene Material. Selbst wenn es mal ein paar Kratzer abbekommt – es altert in Würde. Kleine Blessuren sind gar nicht schlimm und verleihen dem Tablett einen ganz eigenen Charme:

Holztablett

Um Dir die Entscheidung zu vereinfachen und Dich mit einer Prise Inspiration zu versorgen, sehen wir uns ein paar Hölzer in aller Kürze an:

Olivenholz

Betttabletts oder Frühstückstabletts aus Olivenholz sind optisch ein echter Hingucker. Die kontrastreiche Maserung macht jedes Exemplar zu einem Unikat.

Maserung von Olivenholz

Neben dem bemerkenswerten Äußeren, geht von dem Holz ein sanfter Duft aus. Der rührt von den Ölen her, die noch im Holz eingeschlossen sind. Wenn Du noch nie an einem Stück Olivenholz gerochen hast, dann hole das besser vor dem Kauf nach. Obwohl ich niemanden kenne, der diesen Geruch als unangenehm wahrnimmt, kann es ja sein, dass er Dir nicht zusagt.

Ein weiterer Pluspunkt ist die glatte Beschaffenheit der Oberfläche dieses Holzes. Tabletts aus Olivenholz fühlen sich daher recht gut an.

Bambus

Bei Bambus hast Du ein sehr robustes Holz vor Dir. Es kommt mittlerweile in vielen Lebensbereichen zur Anwendung. Beispielsweise werden auch Essstäbchen aus Bambus gefertigt.

Brett aus Bambusholz

Der Bambus hat seine ganz eigene Optik und passt gut in modern gestaltete Räume. Beachten solltest Du dabei, dass Bambus Feuchtigkeit nicht ganz so gut wegsteckt. Wenn Du das Tablett nach der Benutzung kurz abwischst und immer vollständig trocknen lässt, dann sollte es Dir aber lange gute Dienste leisten können.

Akazienholz

Ein Betttablett aus Akazienholz ist ein wirklich edles Stück. Das Akazienholz ist für seine außerordentliche Härte bekannt. Dazu ist es auch noch pflegeleicht.

Akazie ist ein eher dunkles Holz. Vor ein paar Jahren waren Einrichtungsgegenstände aus hellem Holz modern, heute ist eher dunkles Holz en vogue. Dieser Ansicht bin ich auch. Dunkles Holz sieht einfach schick aus – das gilt auch für Tabletts.

28. Januar 2019

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