Gardinen im Schlafzimmer

Gardinen in der Waschmaschine: Waschgang & Temperatur

Gardinen zu waschen ist überhaupt nicht schwer. Und sie müssen auch nicht so oft gewaschen werden, wie getragene Textilien.

In diesem Beitrag sehen wir uns an, wie Du beim Gardinenwaschen am besten vorgehst und welche Tipps oder Hausmittel Dir dabei helfen können. Hier sind die wichtigsten Punkte zum Waschen von Gardinen:

  1. Gardinen abhängen
  2. alle losen Kleinteile wie Gardinenringe, etc. entfernen
  3. die Gardinen möglichst schnell nach dem Abhängen in die Waschmaschine geben
  4. ein Programm für Feinwäsche bei maximal 30° wählen und auf Wassersparfunktionen verzichten
  5. nach Möglichkeit auf Schleudern verzichten, oder nur wenige hundert Umdrehungen wählen
  6. Gardinen niemals auswringen, sondern hängend trocknen, um Falten zu vermeiden

Achte zusätzlich unbedingt auf die Anweisungen auf dem Waschzettel und folge im Zweifel ihnen.

Mit diesen Eckpunkten solltest Du die meisten Gardinen in den Griff bekommen. Welche Hausmittel und Tricks es noch gibt, und was hinter den obigen Punkten steckt, das sehen wir uns jetzt mal etwas genauer an. Bereit? Dann mal los!

Vor dem Waschen

Bevor der Stoff in die Maschine wandert, muss er natürlich abgehängt werden. Doch damit nicht genug: Es ist sehr wichtig, dass Du alle Kleinteile, die zur Befestigung der Gardinen daran angebracht sind, entfernst. Dazu gehören zum Beispiel Gardinengewichte, Gardinenringe, sowie Drähte, Haken und Schienen zur Fixierung. Soweit möglich, sollte bloß Stoff in der Waschmaschine landen.

Besonders schlecht wäre es, Metallteile mit zu waschen. Ähnlich wie sich in der Spülmaschine der Flugrost verteilen kann, können in der Waschmaschine rostige Kleinteile hässliche Flecken auf dem Stoff hinterlassen. Selbige sind dann nur mühevoll oder überhaupt nicht mehr zu entfernen.

Gardinen sind verhältnismäßig große Stoffe; mit die größten im Haushalt. Es kann gut sein, dass die Waschmaschine mit nur einem Stoffstück schon ausreichend gefüllt ist. Generell ist es für die Textilien in einer Waschmaschine schonender, wenn sie nicht überladen ist. So verhält es sich auch bei den Gardinen. Darum wäre es gut, keine weiteren Stücke zusammen mit der Gardine zu waschen.

Einsatz eines Wäschentzes

Bei sensiblen Textilien bietet sich die Verwendung eines Wäschenetzes an. Dadurch wird der Stoff geschont und übersteht die Reinigung besser. Hülle die Gardine dazu vor dem Waschen in ein solches Netz.

In ein Wäschenetz gehüllte Stoffe sind beim Waschgang besser vor mechanischer Reibung geschützt.

Gardinen aus Baumwolle sind in der Regel für eine Maschinenwäsche ohne Wäschenetz robust genug. Doch bei synthetischen Textilien ist die Benutzung eines Wäschentzes in vielen Fällen ratsam. Insbesondere dann, wenn die Wäsche anschließend geschleudert wird. Der Schleudergang kann für synthetische Fasern jedoch eine Belastung darstellen.

Waschprogramm und Waschmittel

Für Gardinen sind Feinwaschprogramme angebracht. Auf Wassersparmodi würde ich beim Waschen verzichten. Je mehr Wasser in der Maschine schwappt, desto schonender ist das für den Stoff.

Waschmaschine

Als Temperatur sind 30° ein guter Richtwert. Er eignet sich aber nicht für jede Gardine. Den besten Hinweis auf eine angemessene Temperatur sollte sich auf dem Waschzettel finden.

Was das Waschmittel angeht, so ist würde ich zu einem Feinwaschmittel greifen. Wenn Du welches da hast, wäre spezielles Gardinenwaschmittel sicher noch besser geeignet. Das gibt es in jeder gut sortierten Drogerie und im Online-Handel.

Handwäsche

Es muss nicht immer die Waschmaschine angeworfen werden. Auch in der Handwäsche können Gardinen gereinigt werden. Wenn es die Größe des Textils zulässt, dann kannst Du die Handwäsche in einem Waschbecken erledigen. Andernfalls tut es auch die Badewanne, oder ein ähnlich großes Gefäß:

Handwäsche

Dabei sollte ausreichend Wasser im Becken sein. Achte bei der Arbeit darauf, den Stoff nicht zu sehr zu belasten. Konkret sollte er nicht stark aneinander gerieben werden. Auch wring-Bewegungen können schädlich für ihn sein. Lasse Dir dabei Zeit und Zärtlichkeit walten.

Gardinen trocknen

Nachdem Du sie aus der Waschmaschine genommen hast, kannst Du die Gardinen ganz einfach hängend trocknen. Dabei sollte der Stoff natürlich nicht so nass sein, dass Wasser von ihm auf den Boden tropft. Wenn Du die Gardine an ihrem übliche Platz, also an der Stange und hängend, trocknen lässt, dann achte darauf, dass sie mit ihrer Feuchtigkeit keinen Schaden anrichten kann. Dazu gehört zum Beispiel, dass Du ausreichend lüftest, damit der Stoff schnell trocknen kann. Andernfalls könnte sich Schimmel bilden.

Hängend trocknen

An Tagen mit gutem Wetter, gelingt die Trocknung meist besser und schneller. Im Optimalfall scheint die Sonne drauf, was die Trocknungszeit erheblich verkürzen dürfte. Da Gardinen rund zwei bis drei Male im Jahr gewaschen werden sollten, klappt es gut, zwei der drei Terminen jeweils in den Frühling und in den Spätsommer zu legen. Das Waschen der Gardinen im Frühling ist ohnehin ein guter Startschuss für den Frühjahrsputz.

Was Du einer Gardine zum Trocknen lieber nicht antun solltest, ist es, sie Auszuwringen. Das ist eine Art der Trocknung, die bei Wischlappen vielleicht praktisch ist. In diesem Fall ist sie gleich doppelt von Nachteil: Einerseits belastet es die Fasern unnötig, andererseits sogt das für Falten. Das Schleudern in der Waschmaschine kann die Fasern gleichfalls belasten. Wähle höchstens ein paar Hundert Umdrehungen.

Der Wäschetrockner ist ebenfalls eine schlechtere Alternative, als das hängende Trocknen. Im Trockner bilden sich nämlich auch kleine Falten.

Hausmittel zum Gardinenwaschen

Wie etwas weiter oben beschrieben, sind für Gardinen Feinwaschmittel oder spezielle Gardinenwaschmittel gut geeignet. Daneben gibt es noch einige Hausmittel, die beim Waschen und Einweichen eingesetzt werden können. Dazu zählen Backpulver bzw. Natron oder Soda, Essig, Zitronensäure, Cola, Spülmaschinentabs und im Extremfall Chlor.

Bei der Verwendung von Hausmittelchen ist es immer ratsam, das entsprechen Hausmittel, sofern möglich, auf einer kleinen und unauffälligen Stelle zu testen. So findest Du vorher heraus, ob der Stoff es verträgt.

Sehen wir uns mal in Ruhe an, wann und wie diese Mittel zum Einsatz kommen.

Natron, Backpulver & Waschsoda

Diese drei Mittel sind genau genommen nicht ein und dasselbe, aber ähnlich genug, um sie unter einer Überschrift zusammenzufassen. Was gleich anhand von Backpulver beschrieben wird, klappt auch mit Natron, Salz oder Waschsoda:

Vor dem Waschen in der Waschmaschine, kannst Du die Gardine in einem Wasserbad einweichen lassen. Falls Du in deinem Zuhause eine Badewanne hast, dann kannst Du den Stoff darin einweichen. Du musst sie dafür nicht ganz füllen; je nach Größe genügt die Hälfte oder ein Drittel. In das Wasser zuerst zwei bis drei Tüten Backpulver geben und diese gut verteilen. Danach den Stoff hineinlegen und ihn über mehrere Stunden einweichen lassen.

Mit dieser Prozedur gelingt es meist, unschöne Grauschleier zu entfernen oder zumindest zu verringern. Danach wird die Gardine, wie sonst auch, in der Waschmaschine gewaschen. An dieser Stelle kannst Du ebenfalls auf Backpulver zurückgreifen und etwas davon in die Maschine geben. Prüfe sicherheitshalber zuerst, ob Deine Waschmaschine dafür geeignet ist.

Zitronensäure & Essig

Mit der Zitronensäure oder dem Essig lässt sich der Grauschleier ebenfalls bekämpfen. Wie beim Einweichen mit Backpulver, Natron oder Soda, benötigst Du dazu ein relativ großes Gefäß, dass Du mit Wasser füllen kannst. Eine Badewanne oder einen großen Bottich aus Plastik zum Beispiel.

Einen großzügigen Schuss der Zitronensäure oder des Essigs in das Wasser schütten, kräftig umrühren und dann den Stoff ins Wasser legen. Lasse ihn rund 2-3 Stunden einweichen. Danach kannst Du die Gardine in die Waschmaschine laden.

Chlorbleiche

Bei hartnäckigen Verschmutzungen oder Grauschleiern, kann Chlor helfen. Doch dieses Mittel ist wenig umweltfreundlich und verhältnismäßig risikoreich bei der Anwendung: Die Dämpfe sollten nicht eingeatmet werden und das Tragen von Handschuhen ist angebracht. Hautkontakt sollte tunlichst vermieden werden. Außerdem reagieren sensible Stoffe eventuell nicht gut auf die Chlorbleiche. Ich würde auf dieses Mittel verzichten. Es ist lediglich der Vollständigkeit halber in dieser Aufstellung enthalten.

Weitere Hausmittel

Zum Einweichen kann auch Cola verwendet werden; Dazu ein bis zwei Gläser Cola mit in das Wasser zum Einweichen geben. Das habe ich aber noch nicht ausprobiert. Ebenfalls nicht ausprobiert habe ich den Trick mit den Spültabs. Scheinbar soll es helfen, einen davon mit in die Waschmaschine zu geben. Da würde ich mich zuvor jedoch informieren, ob Stoff und Maschine das vertragen. Schließlich sind die Spülmaschinentabs für die Reinigung wesentlich härterer Stoffe gedacht. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Tabs einigen Stoffen schaden können. Doch wollte ich Cola und Spültabs ebenfalls der Vollständigkeit halber hier als Hausmittel nennen.

Wenn Du dazu Erfahrungswerte hast, würde ich mich über einen Kommentar von Dir freuen :)

Verschmutzung vorbeugen

Die Häufigkeit, mit der die Gardinen abgehängt, gereinigt und wieder aufgehängt werden müssen, lässt sich verringern. Einer der Hauptgründe für schmutzige Gardinen ist das Rauchen. Der Qualm lässt die Fasern schnell vergilben. Wenn Gesundheit, Preis und Abhängigkeit kein Grund zum Aufhören sind, dann ist es ja vielleicht die dreckige Gardine :)

Spaß beiseite: In einem Raucherhaushalt sollten Gardinen öfter gewaschen werden. Neben Zigarettenrauch ist simpler Hausstaub ein weiterer Grund für verschmutze und verfärbte Vorhänge. Regelmäßiges Staubwischen- und saugen beugen dem Absetzen des Staubes auf Textilien vor.


Hast Du noch Fragen, Kritik oder vielleicht sogar noch mehr Methoden zur Reinigung auf Lager? Dann schreib doch einen Kommentar! Ich freue mich immer über Deine Meinung :)

06. Dezember 2018

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