Baumstamm im Querschnitt

Bester Besteckkasten aus Holz? – Darauf solltest Du achten!

Im Besteckkasten landet oft benutztes Essbesteck. Er lässt sich praktisch in einer Küchenschublade verstauen und ist wohl die beliebteste Art der Aufbewahrung von Essbesteck in der westlichen Küche.

Heute soll es speziell um Besteckkästen aus Holz gehen. Wir sehen uns die Eigenschaften des Materials an, prüfen Vor- und Nachteile und werfen zum Schluss einen Blick auf praktische Pflegetipps.

Doch Holz allein ist bereits ein weites Feld. Da stellst sich die Frage, welches Holz sich am besten fürs Verstauen von Besteck eignet?

Welches Holz ist das beste?

Eine definitive Antwort gibt es bei dieser Frage nicht. Daher beleuchten wir kurz die unterschiedlichen Faktoren der beliebtesten Hölzer in der Küche. Zuvor sehen wir uns aber die Anforderungen an das Holz genauer an.

Was muss das Holz aushalten?

Das Holz eines Küchenbretts zum Beispiel, wird mehrmals täglich nass, mit Messern traktiert und sollte einen Sturz möglichst unbeschadet überstehen. Besonders die wiederkehrende und anhaltende Feuchtigkeit ist eine Herausforderung für viele Hölzer in der Küche.

Ein Besteckkasten wird nicht solch großen Belastungen ausgesetzt. Trotzdem sollte das Holz fest, ein wenig flexibel und beständig gegenüber Feuchtigkeit sein. Es kann ja gerne mal passieren, dass sich ein noch nicht ganz abgetrocknetes Besteckstück in den Kasten verirrt...

Olivenholz

Hölzer vom Olivenbaum sind außerordentlich hart. Anhand der Maserung kannst Du Olivenholz in der Regel leicht von anderen Hölzern unterscheiden.

Poliertes Olivenholz

[Credits: Das obige Bild stammt von Wooden Earth Ltd (https://www.woodenearth.com/)]

Neben der speziellen Optik geht vom Olivenholz auch ein sanfter Duft aus. Der kommt von den im Holz verbliebenem Ölen. Diese Öle sind es auch, die das Holz resistenter gegenüber Keimen und Pilzen macht, die das Holz angreifen könnten.

Den Duft des Holzes finde ich persönlich sehr angenehm. Aber über Geschmack lässt sich ja immer streiten. Falls Du noch nie an Olivenholz gerochen hast, würde es sich anbieten, das vor dem Kauf nachzuholen.

Birke

Birkenholz ist verhältnismäßig preiswert. Es lässt sich problemlos verarbeiten und ist durchaus belastbar.

In Bezug auf Bestecke solltest Du wissen, dass es einen gewissen Eigengeschmack besitzt. Der überträgt sich aber nur schwer auf die Besteckstücke.

Birkenholz im Querschnitt

Fun-Fact: Interessant am Stamm der Birke ist, dass er nur in wenigen Fällen einen Farbkern ausbildet. Wie Du auf dem Bild sehen kannst, besitzt nur der dicke Stamm auf der linken Seite einen Farbkern.

Buche

Das Buchenholz ist hochwertiger als das der Birke. Dementsprechend kostet es etwas mehr.

Buchenholz

Buche ist ein helles Holz und wird in der Küche häufig in Form von Kochlöffeln verwendet. Das Holz ist widerstandsfähig, kann auch mit Feuchtigkeit umgehen und hat sich in der Küche bewähren können.

Bambus

Bambusholz hält vermehrt Einzug in die westliche Küche. Seine glatte Oberfläche ist robust und die typische Maserung findet optisch zunehmend Anklang.

Bambusholz

Der wesentliche Nachteil von Küchenutensilien und auch von Besteckkästen aus Bambus besteht in der Reaktion auf Feuchtigkeit; Die Haltbarkeit von Bambus und dessen schöner Oberfläche wird deutlich verlängert, wenn es trocken gehalten wird. Sollte es doch mal nass werden, dann solltest Du es zügig und vollständig trocknen lassen.

Im Falle eines Besteckkastens bedeutet dies, ihn nicht in eine schlecht belüftete Schublade zu sperren, sondern ihn im Zweifel, auf der Anrichte stehend, trocken zu lassen.

Eichenholz

Das Holz der Eiche ist sehr fest und langlebig. Es ist ein eher helles Holz und besitzt eine feine Maserung. Letztere steuert zu dessen Eignung als stilvoll designtes Küchen-Accessoire bei.

Eichenholz

Das soll natürlich nicht heißen, alle Besteckkästen aus Eiche seien automatisch hübsch. Aber es ist allemal möglich mit diesem Werkstoff formschöne Produkte zu gestalten.

Eichenholz ist auch an anderen Stellen in der Küche beliebt; Die erwähnten Küchenbretter sind ein gutes Beispiel dafür. Mit einem Besteckkasten aus Eiche holst Du Dir – meiner Meinung nach – ein robustes und langlebiges Produkt ins Haus.

Unterschiede bei der Qualität

Egal für welches Holz Du Dich entscheidest, ebenso wichtig ist die Verarbeitung des Werkstoffes. Von dürftig geleimten, wackligen Kästen ist natürlich abzuraten. Die Stabilität kannst Du gut prüfen, indem Du den Kasten einmal in die Hand nimmst und (vorsichtig) Druck auf die Seitenwände ausübst. Mit ein bisschen Rütteln und Klopfen lässt sich kurzerhand feststellen, ob das vorliegende Modell robust ist, oder nicht.

Neben der physischen Belastbarkeit ist noch ein weitere Faktor entscheidend für einen guten Besteckkasten: Seine Oberfläche. Sie muss glatt sein, sich angenehm anfühlen und darf natürlich auf keinen Fall splittern. Splitter im Besteckkasten sind ein klares K.O.-Kriterium.

Wie gesund das Holz ist, aus dem der Kasten besteht, lässt sich meist schon optisch abschätzen. Ist das Holz ausgedörrt und trocken, wird es heller und die Oberfläche fühlt sich spröde an. Das wären dann schlechte Zeichen, die gegen einen Kauf sprechen.

Die richtige Pflege

Ein Besteckkasten aus Holz benötigt im Grunde keine aufwendige Pflege. Er ist ein recht genügsamer Begleiter in der Küche, der hin und wieder einmal ausgewischt werden sollte. Ansonsten verlängerst Du seine Lebensdauer, indem Du ihn möglichst trocken hältst; Lege keine nassen Bestecke hinein. Wenn das Holz des Besteckkastens doch mal nass wird, trockne ihn sorgfältig und vollständig, bevor Du ihn befüllst und in die Schublade setzt.

Sprödes Holz behandeln

Der Zahn der Zeit geht auch an einem robusten Besteckkasten nicht spurlos vorbei; Sein Holz trocknet aus und dessen Oberfläche wird rissig. Auch die Farbe wird heller und mit den Fingern kannst Du deutliche Veränderungen der Oberfläche ertasten.

Das stumpf gewordene Holz kann aber mit wenigen Handgriffen wieder aufgefrischt werden: Benetze ein paar Blätter Haushaltspapier mit entsprechendem Pflegeöl und reibe damit das Holz ein. Langsame, kreisende Bewegungen sorgen dafür, dass das Öl in alle Poren eindringen kann.

Dieses Pfelgeöl* kann ich Dir dazu empfehlen. Damit behandle ich auch meine Küchenbretter und will es in der Küche nicht mehr missen :)

Nachdem Du das Öl mit dem Haushaltspapier dünn aufgetragen und verrieben hast, muss es einige Zeit einziehen. Danach kannst Du das Holz kurz mit einem frischen Blatt von der Küchenrolle abwischen, um etwaige Überreste des Öls zu entfernen. Dann kann der Kasten wieder mit Besteck versehen und verstaut werden.

16. Juli 2018

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